lebende steine (conophytum)

als lebende steine werden nicht nur die vertreter der gattung lithops bezeichnet, sondern auch die arten aus der gattung conophytum. sie zählen ebenfalls zur familie der mittagsblumengewächse (aizoaceae) und sind im südlichen afrika beheimatet. dort besiedeln sie überwiegend regionen mit winterlichem niederschlag und sommerlicher trockenheit.

die sukkulenten zimmerpflanzen sind attraktive blüher, die auf der fensterbank nicht allzuviel platz benötigen. wie auch bei lithops, brechen bei den conophyten die blätter durch die alten hindurch.

lebende steine (conophytum) pflege

diese pflegehinweise beziehen sich auf die im herbst/winter wachsenden arten, wie z. b. conophytum bilobum und c. auriflorum × velutinum. bei anderen arten können andere ansprüche vorliegen.

die pflege von conophyten muss an ihren wachstumsrhythmus angepasst werden. die im herbst/winter wachsenden arten überdauern den sommer in ihren blatthüllen, die neuen blätter erscheinen, wenn die tage kürzer werden, ab august/september. der ideale standort während dieser zeit ist hell, aber ohne direkte sonne. mit dem beginn der wachstumszeit können sie dann vollsonnig und bei zimmertemperatur platziert werden.

das substrat sollte gut durchlässig und in der mehrheit mineralisch sein. ich verwende eine mischung aus überwiegend bimskies (70 %) und etwas sand sowie lehmfreier gartenerde. handelsübliche blumenerde ist ungeeignet. manchmal werden conophyten auch unter der bezeichnung „sukkulenten mix“ vertrieben und sind in eher torfiges substrat gepflanzt. bei solchen pflanzen ist es besser, wenn man sie umtopft und weitestgehend von der alten erde befreit.

gießen kann man, mit ausnahme der ruhezeit, durchdringend. d. h. die pflanze erhält soviel wasser, bis das substrat nichts mehr aufnimmt. um staunässe zu vermeiden, wird die im untersetzer verbleibende flüssigkeit nach einigen minuten entfernt. vor der nächsten wassergabe muss das substrat dann austrocknen.

während der ruhezeit im sommer hält man die conophyten so gut wie trocken. ich wässere jetzt nur schlückchenweise, während der ganz heissen tage wöchentlich und bei „normalen“ temperaturen alle zwei bis drei wochen.

mit dem einsetzen der wachstumszeit im herbst beginne ich mit dem düngen. verabreicht wird kakteendünger, bis april/mai monatlich und in der halben konzentration.

conophytum bilobum

conophytum auriflorum × velutinum

conophytum pellucidum

conophytum pellucidum

von conophytum pelludidum existieren verschiedene unterarten (ssp.), wie z. b. die hier abgebildete ssp. cupreatum.

vermehrung

die vermehrung der lebenden steine kann durch samen oder stecklinge erfolgen.

Comments are closed.