die gattung olea beinhaltet ca. 36 arten und zählt zur familie der ölbaumgewächse (oleaceae). am bekanntesten ist der olivenbaum (olea europaea). er wird schon seit mehreren tausend jahren zur gewinnung von olivenöl genutzt und hat sich in der jüngeren vergangenheit zu einer beliebten zierpflanze entwickelt.
der olivenbaum wird in verschiedenen größen angeboten und kann im topf, kübel und in milden regionen ganzjährig im garten kultiviert werden.

olivenbaum (olea europaea) pflege
- standort: sonnig bis halbschattig
- gießen: durchdringend frühjahr bis herbst, so gut wie trocken im winter
- dünger: halb konzentriert (april-september)
- temperatur: zimmertemperatur ganzjährig, 5 grad im winter, bedingt frosthart (je nach sorte)
- substrat: humos, etwas sand, kakteenerde
- vermehrung: samen, stecklinge
der olivenbaum gedeiht am besten an einem sonnigen standort. er kommt im garten oder auf dem balkon aber auch mit einem halbschattigen plätzchen zurecht, wenn er dort gelegentlich mal ein paar sonnenstrahlen erhaschen kann.
das substrat sollte gut wasserdurchlässig sein und kann mineralische anteile, wie z. b. sand oder feinen kies enthalten. gut eignet sich handelsübliche kakteenerde. kommt "normale" blumenerde zum einsatz, dann muss man beim gießen aufpassen, da sie die feuchtigkeit länger speichert. für meinen kleinen im topf verwende ich eine mischung aus kakteenerde und tongranulat im verhältnis 2:1.
vom frühjahr bis in den herbst kann durchdringend gegossen werden. der olivenbaum erhält dann soviel wasser, bis die erde nichts mehr aufnimmt. in den untersetzer ablaufende reste müssen nach einigen minuten entfernt werden, da staunässe zu wurzelfäule führen kann. bis zur nächsten wassergabe lässt man das substrat gut an-, aber nicht ganz austrocknen.
zum düngen eignen sich stäbchen oder flüssigdünger, jeweils in der halben konzentration. ich verabreiche von april bis september einmal im monat die flüssige variante - wenn ich es nicht vergesse. das schadet olea europaea nicht. neu gekaufte oder frisch umgetopfte pflanzen benötigen die ersten sechs bis acht wochen keine düngergabe.
überwintern
steht genügend licht zur verfügung, z. b. in einem wintergarten, dann kann man den olivenbaum bei zimmertemperatur überwintern. ansonsten ist es ratsam ihn kühl (aber trotzdem hell), so zwischen fünf und zehn grad zu platzieren. nun hält man ihn, angepasst an die temperatur, entsprechend trockener, wässert nur schlückchenweise und düngt nicht. die erde sollte aber nicht ganz austrocknen.
ich hatte fünf jahre lang ein ca. zwei meter großes exemplar im südseitigen wohnzimmer stehen. im winter liegen die temperaturen dort so zwischen 15-20 grad. das hat dazu geführt, dass er während dieser zeit die meisten blätter auf der dem fenster abgewandten seite verloren hat. geblüht hat er übrigens erst, nachdem ich ihn in den garten gepflanzt habe. wo er den strengen winter 2008/09 leider nicht überlebt hat.

der olivenbaum als kübelpflanze
wird der olivenbaum im kübel kultiviert und darf den sommer auf dem balkon oder im garten verbringen, dann sollte man ihn nach dem überwintern erst langsam an die direkte sonne gewöhnen. sonst kann das zu blattverbrennungen führen, da die sonnenstrahlen nun nicht mehr durch ein fenster gefiltert werden. ins winterquartier muss er erst, wenn die temperaturen dauerhaft unter -5 grad liegen.
das unten abgebildete exemplar habe ich übrigens ganzjährig auf dem balkon. den auch bei uns in mannheim sehr strengen winter 2008/09 überlebte er mit einigen erfrierungen.

der olivenbaum als zimmerpflanze
kleine olivenbäume eignen sich für die ganzjährige kultur im zimmer, wenn man ihnen ein sonniges plätzchen anbieten kann. während des winters sollten sie aber nicht neben oder über der heizung stehen.
der olivenbaum im garten
wieviel frost olea europaea verträgt, ist abhängig von der jeweiligen sorte. möchte man ihn in den garten pflanzen, dann kauft man ihn am besten beim fachhändler und nicht im baumarkt oder gartencenter.

vermehrung
die vermehrung kann durch samen oder stecklinge erfolgen.
3 kommentare
Mein olivenbaum ist tot kann er noch mal raustreiben.
wenn er nicht ganz tot ist, ja. herausfinden können sie das, wenn sie einen ast oder eine wurzel abschneiden. ist da noch saft drinne, dann besteht hoffnung. bis zu einem neuaustrieb können aber mehrere wochen vergehen.
Mein Bäumchen hat nach Monaten totaler Dürre wieder ausgetrieben. Das hat mich riesig gefreut, denn ich hatte eigentlich alle Hoffnung aufgegeben. Lg Marcel