zimmerpflanzen düngen

frei wachsende pflanzen können ihre wurzeln nach belieben ausbreiten um so an die nötigen nährstoffe zu gelangen. aufgrund des begrenzten platzangebots im topf oder dem blumenkasten, ist dies bei zimmerpflanzen nicht möglich, deshalb müssen wir eingreifen und sie ab und an düngen. dabei kommt es auf die auswahl des richtigen düngers und auf die menge an, denn ein zuviel und auch ein zuwenig kann unseren lieblingen schaden.

werden pflanzen überdüngt, dann können sie „verbrennen“, die blätter färben sich gelb, vertrocknen und die pflanze stirbt ab. bestehen anzeichen für eine überdüngung sollte man die pflanze gut mit wasser spülen und ggfs. umtopfen.

bei der gabe von dünger gilt es vor allem die individuellen bedürfnisse der jeweiligen zimmerpflanze zu beachten. so unterscheidet sich der nährstoffbedarf einer epiphytisch wachsenden orchidee von dem des weihnachtsstern. pflanzen in der ruheperiode sollten während dieser zeit nicht gedüngt werden. wurde frisch umgetopft ist es übrigens ratsam mit einer düngergabe mindestens sechs wochen zu warten. dies empfiehlt sich auch bei neu gekauften pflanzen.

auch die temperatur kann eine rolle spielen, ist z. b. ein sommer sehr warm, kann dies bei manchen pflanzen zu einem erhöhten nährstoffbedarf führen.

im handel sind etliche düngerarten zu erhalten, so z. b. flüssigdünger, düngestäbchen, düngetrops oder düngerkörner. man kann ihn aber auch selbst herstellen, so verwende ich z. b. das bei der anzucht von linsen- und sonstigen sprossen anfallende einweichwasser zum gießen. auch kartoffelwasser, selbstverständlich ungesalzen, kam bei mir schon zum einsatz. mit bier hingegen habe ich keine guten erfahrungen gemacht, vielleicht war den lieben pflänzchen mein pensum ja einfach zu viel …

düngestäbchen, düngedrops, düngerkörner

hierbei handelt es sich um sogenannte langzeitdünger, d. h. der dünger wird über einen zeitraum von mehreren wochen bis monaten an die topferde abgegeben. es sind spezielle produkte, zugeschnitten auf die bedürnisse von grün- und blühpflanzen, zitruspflanzen uvm. zu erhalten. bei mir kommen diese düngerarten überwiegend für die „pflegeleichten“ zimmerpflanzen zum einsatz. bei der menge an pflanzen, die ich mein eigen nenne, kann man nämlich schnell mal den überblick verlieren. da ist es dann doch einfacher, wenn man nur im frühling und im sommer daran denken muss, das eine oder andere düngerstäbchen in die erde zu stecken.

ich bleibe hier, wie auch beim flüssigdünger, immer mindestens 1/3 unter der vom hersteller angegebenen menge. zwischen grün- und blühpflanzen unterscheide ich nicht.

flüssigdünger

bei flüssigdünger handelt es sich um kurzzeitdünger. dieser wird, je nach bedarf der topfpflanze, im entsprechenden abstand dem giesswasser beigefügt und ist in unterschiedlichen ausführungen, z. b. für grün- und blühpflanzen, orchideen, kakteen, azaleen u. a. zu erhalten. ich verwende ihn für meine zimmerpflanzen mit „gehobenen ansprüchen“, wie z. b. die orchideen.

9 Kommentare zu “zimmerpflanzen düngen”

  1. Miriam sagt:

    Hallo habe mir viele Pflanzen (robuste Grünpflanzen) angeschafft, brauch Hilfe, weil ich mich noch net auskenne. Kann man auch mit Urin düngen, wenn ja wie oft

  2. frau-doktor sagt:

    wenn sie pissnelken kultivieren, dann könnte das vielleicht gehen …

  3. omg sagt:

    was ein scherz. vllt waer es witzig, wenn es nicht gehen wuerde. verduennter urin ist aber als duenger nutzbar!

  4. Rony sagt:

    Also ich finde die Frage garnicht so verkehrt..
    Man spart außerdem Wasser für die Toilette und tut der Welt damit einen gefallen ;)

  5. Floppy sagt:

    Also ich pisse immer in meine Zimmerpflanze :D Dann muss ich nicht zur Toilette und spare auch noch das Geld für die Spülung. Meiner Zimmerpflanze (So ein größerer „Baum“ mit grünen Blättern [Ich weiß, ich bin nicht so der Pflanzenkenner]) hat es bisher noch nicht geschadet ;)

    • frau-doktor sagt:

      wie es rund um ihre so gedüngte pflanze riecht, möchte ich mir dann doch lieber nicht vorstellen …

  6. Floppy sagt:

    Moin, ich nochmal. Habe jetzt aufgehört in meine Zimmerpflanze zu pinkeln. Der Grund dafür ist, dass der Pflanze die Blätter immer mehr ausgefallen sind. Ich habe aber trotzdem immernoch das Gefühl, dass es was gebracht hat. Im oberen Teil der Pflanze (Pflanze nennt sich wohl Ficus Benjaminus) sind die Blätter meiner Meinung nach mehr geworden.
    Jetzt nochmal zum Geruch: Das riecht man ganz und gar nicht. Liegt vielleicht daran, dass die Pisse sofort versickert. Keine Ahnung.
    Wenn ich den Weg zum Klo mal ganz und garnicht bestreiten will, würde ich es auch immer wieder tun ;)

    Liebe Grüße, den Pflanzenpinkler.

    • frau-doktor sagt:

      sie könnten mal versuchen, die pflanze auch noch zu bepupsen. vielleicht gibt das ja schön glänzende blätter ..?