was sind sukkulenten?

als sukkulenten werden pflanzen bezeichnet, die wasserspeichernde eigenschaften besitzen und an das überleben in niederschlagsarmen gebieten bestens angepasst sind. es handelt sich hierbei nicht um eine gattung, sondern um eine eigenschaft (sukkulenz) – basierend auf der anpassung an einen bestimmten lebensraum.

sukkulenten sind auf allen kontinenten zu finden, sie besiedeln heisse wüstengebiete, subtropische und tropische zonen, sogar alpine hochgebirgsregionen.

die bekanntesten sukkulenten sind wohl die kakteen. aber auch viele orchideen haben sukkulente eigenschaften, sie speichern das wasser in ihren bulben („zwiebelähnliche verdickung“).

orchidee bulbe
bulbe einer oncidium orchidee

einige arten, wie z. b. die hawaiipalme oder auch säulenkakteen speichern das wasser in ihrem stamm. bei anderen dienen die fleischigen blätter als wasserreservoir.

blattsukkulent
blattsukkulente gasteria carinata „variegata“

als weitere wasserspeicher können aber auch wurzeln oder sog. rhizome (unter oder auf der erde wachsende sprossachsen) dienen. zu den rhizombildenden pflanzen zählen neben dem ingwer auch die vertreter der gattung sansevieria.

rhizom
rhizom einer sansevieria concinna. an ihm erscheinen die blätter und die wurzeln.

um so wenig wasser wie möglich zu verlieren, aber dennoch ausreichend kohlenstoffdioxid für die fotosynthese zur verfügung zu haben, öffnen einige sukkulenten während der nacht ihre spaltöffnungen (stomata). tagsüber bleiben sie geschlossen. dies verringert den wasserverbrauch durch verdunstung.