schnecken“plage“

gelegentlich berichte ich an dieser stelle über mein anzuchtaquarium, das sich – mangels eingreifen meinerseits – mittlerweile zu einem spannenden biotop entwickelt hat. denn es beherbergt nicht nur pflanzen, sondern auch allerlei getier.

schnecke pampasgras

neben ein paar winzigen spinnen, die ich heute zufällig entdeckt habe, leben darin auch schnecken. art und herkunft unbekannt, vermutlich mit orchideen eingeschleppt.

die schleimigen kriecher sind nur ca. drei millimeter groß und bewohnen meinen zimmerdschungel schon seit mehreren jahren. zur massenvermehrung scheinen sie nicht zu neigen, denn es sind immer nur zwei bis drei exemplare zu sehen.

so weit, so gut. bis diese woche. denn da müssen sich die viecher verabredet haben, um dem gestressten doktorchen mal so richtig auf die hirnanhangsdrüse zu gehen. sie haben nämlich begonnen, sich genüsslich über mein frisch ausgesätes pampasgras herzumachen.

also habe ich den topf zweimal am tag kontrolliert und die schnecklis in andere töpfe verfrachtet.

tja, den stress habe ich mir wohl selbst gemacht. nun bin ich ja in einem alter, in dem man nicht mehr so dolle sieht, aber noch zu eitel sein kann, um sich ein glotzgestell auf die nase zu klemmen. beim knipsen heute mit dem makro ist mir nämlich aufgefallen, dass sich die schnecken nicht über die sämlinge, sondern die nicht aufgegangenen samen hergemacht haben.

vermutlich habe ich dummes ding das falsche substrat verwendet. das pampasgras mag es bodentechnisch nämlich eher mineralisch.

übrigens, als landläufige meinung gilt ja: katzen suchen sich ihre besitzer selbst aus. schnecken machen das auch!

begonnen hat alles mit einer blasenschnecke, die ich mir mit wasserpflanzen eingeschleppt habe. mittlerweile habe ich drei aquarien und einen teich voll schnecken. von den spanischen wegschnecken, die mir im garten alles kurz und klein fressen, will ich garnicht anfangen …

sonntagslink: schnecken

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