cyrtanthus

wem die klassischen amaryllen zu ausladend und groß sind, der sollte es mal mit den vertretern der verwandten gattung cyrtanthus versuchen. die aus südafrika stammenden zwiebelgewächse werden nämlich, je nach art, nur bis zu 20 zentimeter hoch.

am häufigsten im handel zu finden sind cyrtanthus elatus und cyrtanthus mackenii. beide arten sind in der kultur nicht schwierig. ein deutscher name scheint für diese pflanzen nicht zu existieren. cyrtanthus elatus wird manchmal unter der bezeichnung „sommer amaryllis“ angeboten.

cyrtanthus elatus
cyrtanthus elatus

cyrtanthus elatus ist weiss, pink oder rot blühend zu erhalten. als substrat verwende ich eine mischung aus blumenerde, sand und seramis. vom frühjahr bis in den herbst ist sie am südfenster, durch einen vorhang vor der direkten mittagssonne geschützt platziert. während dieser zeit giesse ich durchdringend, also soviel, bis die erde kein wasser mehr aufnimmt. was in den untersetzer abläuft, wird nach einigen minuten entfernt. vor der nächsten wassergabe darf das substrat dann gut an-, aber nicht ganz austrocknen.

von april bis september gibt es einmal im monat einen handelsüblichen flüssigdünger, in der halben vom hersteller angegebenen konzentration. frisch umgetopfte pflanzen müssen die ersten sechs bis acht wochen nicht gedüngt werden.

überwintert wird cyrtanthus elatus kühl, so zwischen 13 und 17 grad. dann halte ich die erde, angepasst an die temperatur, entsprechend trockener und dünge nicht.

cyrtanthus mackenii
cyrtanthus mackenii

von cyrtanthus mackenii existieren die zwei unterarten ssp. mackenii und ssp. cooperi. das spektrum der blütenfarben erstreckt sich von weiss über gelb bis hin zu rosatönen. als substrat verwende ich eine mischung aus blumenerde und seramis.

während des sommers steht cyrtanthus mackenii bei mir auf dem hellen, aber nicht sonnigen balkon. ins haus kommt sie erst wieder, wenn mit frost zu rechnen ist. was das gießen, düngen und überwintern angeht, verfahre ich wie bei c. elatus beschrieben.