wenn sich das doktorchen in einen flieger setzt, dann hat das einen guten grund. denn irgendwie fühle ich mich da oben so überhaupt nicht wohl und muss mich schon bei der kleinsten turbulenz mit etwas hochprozentigem beruhigen. so können längere flüge dann schon mal eine mehrtägige rekonvaleszenzphase nach sich ziehen.
die reise nach teneriffa habe ich nur angetreten, da die flugzeit mit 4,5 stunden ohne grössere exzesse für mich durchführbar ist. die reichhaltige pflanzenwelt dieser kanarischen insel konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen.
ich wurde nicht enttäsucht, da vieles was bei mir als zimmerpflanze sein dasein fristet, dort frei wachsend anzutreffen ist. zum teil natürlich vorkommend, meistens aber angepflanzt.
pico del teide
der teide ist der höchste berg der insel, wenn das wetter mitspielt, hat man von dort oben einen herrlichen ausblick.
loro parque
der loro parque liegt im norden der insel und hat für tier- und pflanzenfreunde einiges zu bieten. etwas enttäuscht war ich jedoch vom orchideenhaus, denn viele der dort ausgestellten pflanzen sind auch im supermarkt zu erhalten.
barranco de masca
die spannendste und auch anstrengendste exkursion führte mich in die schlucht von masca. da dies ein bei touristen sehr beliebtes ziel ist, ging ich davon aus, sie in stoffturnschuhen zu durchwandern. vorgestellt habe ich mir das so trampelpfadartig. nun denn, es ging im wahrsten sinne des wortes über stock und stein.
der barranco führt ans meer und ich hatte eigentlich damit gerechnet, dort eine strandbar vorzufinden. aus diesem grund befand sich auch nur ein halber liter wasser in meinem rucksack.
vielleicht hätte ich zuvor doch mal einen blick in den reiseführer riskieren sollen. eine strandbar gab es natürlich nicht und die wanderung dauerte insgesamt knapp sechs stunden. die letzten paar hundert meter des aufstiegs durfte ich bei mittagssonne und gefühlten 40 °c bewältigen. dank dieser erfahrung weiss ich nun, dass mein kreislauf ganz gut belastbar ist.