die geranie (pelargonium zonale) ist nicht nur die beliebteste balkonpflanze, es handelt sich hierbei auch um einen ausdauernden sommerblüher, der durchaus über den einen oder anderen pflegefehler hinwegwächst. zu erhalten sind geranien in allen nur erdenklichen blütenfarben, sowie mit hängendem wuchs (pelargonium peltatum). sie werden auch noch als pelargonien bezeichnet.

geranien (pelargonium zonale) pflege
- standort: sonnig bis halbschattig
- gießen: mäßig feucht
- dünger: grünpflanzendünger monatlich, stäbchen
- substrat: blumenerde, erde-sand-gemisch
- überwintern: zimmertemperatur, ca. 10 grad
- vermehrung: samen, stecklinge
am besten gedeihen geranien an einem sonnigen und hellen standort, sie kommen aber auch mit einem halbschattigen plätzchen zurecht. dies kann jedoch ihre blühfreude beeinträchtigen. da sie nicht frostfest sind, sollten sie erst nach den eisheiligen auf den balkon oder die terrasse kommen. temperaturen nahe null (3°) werden kurzzeitig vertragen.
als substrat eignet sich handelsübliche blumenerde oder ein erde-sand-gemisch im verhältnis 2:1. dieses wird gleichmäßig feucht gehalten und darf zwischen den wassergaben oberflächlich an-, aber nicht völlig austrocknen. um staunässe zu vermeiden, sollte überschüssiges wasser aus dem balkonkasten abfließen können. während der ganz heissen tage benötigen geranien entsprechend mehr flüssigkeit, vor allem pflanzen die vollsonnig platziert sind, sollte man daher täglich kontrollieren.
gedüngt werden kann entweder einmal im monat mit flüssigdünger, oder mit mit langzeitdünger (düngerstäbchen), jeweils in der vom hersteller angegebenen konzentration. frisch gepflanzte geranien benötigen die ersten sechs wochen keine düngergabe.
geranien können auf unterschiedliche arten überwintert werden. so kann man sie während der kalten jahreszeit ganz normal im wohnzimmer kultivieren. führt dies aufgrund des reduzierten lichtangebots zu vergeiltem wuchs (lange triebe mit wenigen blättern), dann lassen sie sich im frühjahr problemlos auf eine höhe von 10 bis 15 zentimetern zurückschneiden. gedüngt werden muss nicht.
ist in der wohnung kein platz, dann können die geranien auch kühl, z. b. im keller oder im treppenhaus überwintern. je kälter sie platziert sind, desto weniger licht wird benötigt, denn sie stellen ihr wachstum dann (so gut wie) ein. völlig dunkel sollten sie jedoch nicht stehen. die erde hält man während dieser zeit eher trocken, gedüngt wird nicht. ein rückschnitt kann vor oder nach dem überwintern erfolgen.
die besten erfahrungen habe ich mit einem hellen plätzchen im treppenhaus, bei temperaturen +/- 10 grad und ca. zweiwöchtenlichem gießen gemacht.
geranien vermehren
die samen von vielen pelargonium zonale-sorten sind im frühjahr in jedem gut sortierten supermarkt zu erhalten. manchmal werden sie sogar samt eines einweggewächshaus angeboten.
die geraniensamen müssen vor der aussaat nicht eingeweicht werden. man bedeckt sie mit max. fünf millimeter substrat. ich verwende dafür handelsübliche kakteenerde. die ist schön fein und neigt nicht ganz so schnell zum schimmeln. es kann aber auch normale blumen- oder eine anzuchterde zum einsatz kommen.
der ideale standort für die aufzucht der jungen geranien ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel über den topf stülpen, muss man aber nicht.
bis die samen beginnen zu keimen, das dauert je nach temperatur zwischen drei tagen und zwei wochen, belasse ich etwas wasser im topfuntersetzer. anschließend halte ich die erde nur noch gleichmäßig feucht, aber nicht mehr nass.

hat der geraniennachwuchs eine höhe von fünf bis zehn zentimetern erreicht, dann kann man die pflänzchen pikieren (vereinzeln). mit dem düngen muss frühestens sechs wochen nach dem auspflanzen in den balkonkasten oder kübel begonnen werden.

ca. vier tage alter sämling

vier wochen alte jungpflanzen