zimmerpflanzen.ws

zimmerpflanzen pflege

die pflege von zimmerpflanzen ist keine hexerei. wichtig ist nur, die bedürfnisse der jeweiligen art zu kennen, sodass man auf sie eingehen kann. denn die "zimmerpflanze" gibt es nicht. so unterschiedlich wie das erscheinungsbild der pflanzen, sind auch ihre bedürfnisse hinsichtlich wasser, licht, temperatur, und, und ...

... fast so wie bei uns menschenkindern.

die neuen zimmerpflanzen

heidekraut, besenheide (erica + calluna)

die vertreter der gattungen erica und calluna werden umgangssprachlich als heidekraut, besenheide oder erika bezeichnet. die im herbst und winter blühenden arten eignen sich auch zur bepflanzung von balkonkästen und können etwas farbe in die graue jahreszeit bringen.

die gattung erica beinhaltet ungefähr 800 arten, von denen nicht alle winterhart sind. bei calluna handelt es sich um eine monotypische gattung, mit nur einer art (c. vulgaris).

heidekraut (erika, calluna) pflege

der standort sollte möglichst sonnig und hell sein. heidekräuter bevorzugen einen eher sauren boden, im handel sind spezielle mischungen zu erhalten. man kann aber auch einheitserde mit etwas torf vermischen. sollen sie nur einen winter halten, dann tut sie es auch pur.

das substrat hält man gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass. ein oberflächliches antrocknen wird vertragen. gedüngt werden muss nicht.

besenheide (calluna vulgaris)

die besenheide ist auch bei uns heimisch und ansonsten in ganz europa verbreitet. die winterharte art ist in unterschiedlichen blütenfarben zu erhalten. sie ist ein sog. knopsenblüher, d. h. ihre blüten öffnen sich nicht, die knospen halten aber bis weit in den winter.

glockenheide (erica gracilis)

die glockenheide stammt aus afrika, ist nicht frostresistent und sollte bei fünf bis zehn grad überwintert werden.

nestananas, neoregelie (neoregelia carolinae)

die gattung neoregilia zählt zur familie der bromeliengewächse (bromeliaceae), dies dürfte wohl auch der grund sein, warum die nestananas oder neoregelie (neoregelia carolinae) im handel manchmal unter der bezeichnung bromelia oder bromelie zu finden ist. von ihr existieren verschiedene sorten, so ist sie z. b. auch mit weiss gestreiften blättern zu erhalten. ihr natürliches verbreitungsgebiet liegt in brasilien.

nestananas, neoregelie (neoregelia carolinae) pflege

die nestananas mag einen möglichst hellen standort, ohne direkte mittagssonne. morgen-, abend- oder wintersonne werden vertragen. sie kommt auch mit einem halbschattigen plätzchen zurecht, die panaschierten sorten sollte man jedoch nicht zu dunkel platzieren, damit sie ihre blattzeichnung ausbilden können.

neoregelia carolinae legt keine ruhephase ein und kann das ganze jahr über bei zimmertemperatur kultiviert werden. während des winters sollte sie nicht für längere zeit unter 14 grad stehen.

das substrat hält man gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass. staunässe kann zu wurzelfäule führen. es ist von vorteil, wenn sich immer etwas wasser in der rosette befindet.

gedüngt werden kann mit flüssig- oder langzeitdünger (stäbchen), jeweils in der halben konzentration. die flüssige variante kann von april bis september monatlich und wenn bei zimmertemperatur überwintert wird, alle sechs bis acht wochen zum einsatz kommen. ist die neoregelie während des winter etwas kühler platziert, muss nicht gedüngt werden.

sie freut sich, wenn sie regelmäßig besprüht wird.

vermehrung

nach einiger zeit bildet die nestananas kindel (tochterpflanzen) aus, an diesen erscheinen dann die nächsten blüten. die mutterpflanze selbst blüht nicht mehr. haben die kindel eine höhe von ca. 10-15 zentimetern erreicht, kann man sie abtrennen und eintopfen.

lithops (lebende steine), samen

aufgrund ihres aparten wuchs und ihrer bezaubernden blüten, sind die lebenden steine aus der gattung lithops beliebte zimmerpflanzen. sie lassen sich sehr einfach aus im fachhandel erhältlichen samen anziehen.

das anzuchtsubstrat sollte in der mehrheit mineralisch sein, einheitserde oder anzuchterden mit einem hohen humusanteil sind nicht geeignet. ich habe reinen bimskies verwendet.

lithops sind lichtkeimer, die feinen samen werden nur auf das zuvor angefeuchtete substrat gelegt. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, wird der topf z. b. mit einem glas abgedeckt und täglich gelüftet. damit das substrat schön feucht bleibt, belässt man wasser im untersetzer, bis alle samen gekeimt haben.

die ideale keimtemperatur liegt zwischen 15 und 20 grad und sollte nicht höher sein, da die sämlinge sonst "schiessen". die keimdauer beträgt zwischen 5 und 20 tagen.

der standort für die aufzucht der kleinen lebenden steine sollte hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen zwischen 15 und 20 grad sein. das substrat hält man gleichmäßig feucht, aber nicht nass.

lithops lesliei

stomatium niveum

die gattung stomatium zählt zur familie der mittagsblumengewächse (aizoaceae). das natürliche verbreitungsgebiet dieser weiss oder gelb blühenden sukkulenten liegt in südafrika. einige arten sind frosttolerant und können mit nässeschutz im garten überwintert werden. auch stomatium niveum wird eine frosthärte von bis zu -3 °c nachgesagt. dies habe ich jedoch noch nicht getestet.

seine blüten sind eher unscheinbar und weiss, sie öffnen sich in den abendstunden.

stomatium niveum pflege

in sachen standort mag es stomatium niveum sonnig und hell. leichter schatten wird toleriert. übersommern kann er im garten oder auf dem balkon. damit regenwasser gut ablaufen und keine staunässe entstehen kann, darf er dann jedoch nicht in einem untersetzer/übertopf platziert sein.

das substrat sollte mehrheitlich mineralisch sein. ich verwende eine mischung aus bimskies, lehmfreier gartenerde und sand im verhältnis 3:1:1.

gegossen wird am besten durchdringend, was im untersetzer/übertopf verbleibt entfernt man nach einigen minuten. dieses durchspülen verhindert auch ein "versalzen" des substrats durch z. b. düngerreste. gedüngt wird bei mir von april bis september monatlich, mit kakteendünger in der halben konzentration.

überwintert wird stomatium niveum kühl, bei temperaturen zwischen fünf und zehn grad. jetzt hält man ihn beinahe trocken, wässert nur schlückchenweise und düngt nicht.

vermehrung

stomatium niveum kann durch samen oder stecklinge vermehrt werden. ältere pflanzen lassen sich auch teilen.

lebende steine (conophytum)

als lebende steine werden nicht nur die vertreter der gattung lithops bezeichnet, sondern auch die arten aus der gattung conophytum. sie zählen ebenfalls zur familie der mittagsblumengewächse (aizoaceae) und sind im südlichen afrika beheimatet. dort besiedeln sie überwiegend regionen mit winterlichem niederschlag und sommerlicher trockenheit.

die sukkulenten zimmerpflanzen sind attraktive blüher, die auf der fensterbank nicht allzuviel platz benötigen. wie auch bei lithops, brechen bei den conophyten die blätter durch die alten hindurch.

lebende steine (conophytum) pflege

diese pflegehinweise beziehen sich auf die im herbst/winter wachsenden arten, wie z. b. conophytum bilobum und c. auriflorum × velutinum. bei anderen arten können andere ansprüche vorliegen.

die pflege von conophyten muss an ihren wachstumsrhythmus angepasst werden. die im herbst/winter wachsenden arten überdauern den sommer in ihren blatthüllen, die neuen blätter erscheinen, wenn die tage kürzer werden, ab august/september. der ideale standort während dieser zeit ist hell, aber ohne direkte sonne. mit dem beginn der wachstumszeit können sie dann vollsonnig und bei zimmertemperatur platziert werden.

das substrat sollte gut durchlässig und in der mehrheit mineralisch sein. ich verwende eine mischung aus überwiegend bimskies (70 %) und etwas sand sowie lehmfreier gartenerde. handelsübliche blumenerde ist ungeeignet. manchmal werden conophyten auch unter der bezeichnung "sukkulenten mix" vertrieben und sind in eher torfiges substrat gepflanzt. bei solchen pflanzen ist es besser, wenn man sie umtopft und weitestgehend von der alten erde befreit.

gießen kann man, mit ausnahme der ruhezeit, durchdringend. d. h. die pflanze erhält soviel wasser, bis das substrat nichts mehr aufnimmt. um staunässe zu vermeiden, wird die im untersetzer verbleibende flüssigkeit nach einigen minuten entfernt. vor der nächsten wassergabe muss das substrat dann austrocknen.

während der ruhezeit im sommer hält man die conophyten so gut wie trocken. ich wässere jetzt nur schlückchenweise, während der ganz heissen tage wöchentlich und bei "normalen" temperaturen alle zwei bis drei wochen.

mit dem einsetzen der wachstumszeit im herbst beginne ich mit dem düngen. verabreicht wird kakteendünger, bis april/mai monatlich und in der halben konzentration.

conophytum bilobum

conophytum auriflorum × velutinum

conophytum pellucidum

conophytum pellucidum

von conophytum pelludidum existieren verschiedene unterarten (ssp.), wie z. b. die hier abgebildete ssp. cupreatum.

vermehrung

die vermehrung der lebenden steine kann durch samen oder stecklinge erfolgen.

prismenkaktus (leuchtenbergia principis)

der prismenkaktus (leuchtenbergia principis) ähnelt eher einer agave, als einem kaktus, zählt aber trotzdem zur familie der kakteengewächse (cactaceae). diesem aussehen verdankt er seinen englischen namen agave cactus. sein natürliches verbreitungsgebiet liegt in mexiko.

prismenkaktus leuchtenbergia principis

prismenkaktus (leuchtenbergia principis)pflege

der prismenkaktus mag einen möglichst sonnigen und hellen standort. übersommern kann er im garten oder auf dem balkon. wenn das wasser gut ablaufen kann, übersteht er auch längere regenperioden sehr gut.

als substrat eignet sich handelsübliche kakteenerde oder ein gemisch aus blumenerde, sand und kies im verhältnis 1:1:1.

gegossen wird am besten durchdringend, d. h. der prismenkaktus erhält soviel wasser, bis sich das substrat damit vollgesogen hat. was im untersetzer verbleibt, wird nach einigen minuten entfernt. vor dem nächsten gießen darf die erde dann an-, aber nicht völlig austrocknen.

gedüngt wird bei mir mit kakteendünger, von april bis september monatlich und in der halben konzentration.

während des winters mag es leuchtenbergia principis kühl, bei temperaturen zwischen 10 und 15 grad. je kälter er platziert ist, desto weniger wasser wird benötigt. ich giesse jetzt nur schlückchenweise (ca. einmal im monat) und dünge nicht.

vermehrung

der prismenkaktus lässt sich aus im fachhandel erhältlichen samen anziehen.

lamellenkaktus (stenocactus multicostatus)

den namen lamellenkaktus verdankt stenocactus multicostatus seinen lamellenförmigen rippen. ursprünglich beheimatet ist er in mexiko.

lamellenkaktus stenocactus multicostatus

lamellenkaktus (stenocactus multicostatus) pflege

der lamellenkaktus (stenocactus multicostatus) mag einen hellen und sonnigen standort, neu gekaufte oder halbschattig überwinterte exemplare sollte man jedoch erst langsam an die direkte sonne gewöhnen. übersommern kann man ihn im garten oder auf dem balkon. damit das regenwasser ablaufen kann (staunässe), darf er dann jedoch nicht in einem übertopf oder untersetzer stehen.

der lamellenkaktus bevorzugt ein mineralisches substrat, ich verwende bimskies pur. gegossen wird druchdringend, was im untersetzer/übertopf verbleibt entfernt man nach einigen minuten. staunässe ist zu vermeiden. vor dem nächsten gießen darf das substrat dann austrocknen.

gedüngt werden kann mit handelsüblichem kakteendünger, von april bis september monatlich und in der halben konzentration.

überwintert wird er bei mir kühl (10-15 grad). er erhält dann, angepasst an die temperatur, nur ca. monatlich ein schlückchen wasser. gedüngt wird nicht. eine kühle überwinterung ist vorteilhaft für die blütenbildung.

vermehrung

der lamellenkaktus (stenocactus multicostatus) kann durch im fachhandel erhältliche samen vermehrt werden.

ctenanthe (ctenanthe pilosa)

von ctenanthe pilosa existieren verschiedene sorten, mit unterschiedlich gefärbten blättern. sie wird umgangssprachlich als ctenanthe oder seltener als kammmarante bezeichnet. im handel ist sie auch unter der bezeichnung calathea zu finden. beide gattungen zählen zur familie der pfeilwurzgewächse (marantaceae).

das natürliche verbreitungsgebiet dieser attraktiven zimmerpflanze liegt in brasilien.

ctenanthe pilosa magic mosaic
ctenanthe pilosa "magic mosaic"

ctenanthe (ctenanthe pilosa) pflege

ctenanthe pilosa mag es am liebsten hell, aber ohne direkte sonne. sie gedeiht jedoch auch an einem halbschattigen plätzchen. sorten mit hell gemusterten blättern sollten aber nicht zu dunkel platziert sein, damit sie ihre blattfärbung ausbilden können.

mit zimmertemperatur ganzjährig kommt sie gut zurecht, diese sollte während des winters nicht für längere zeit unter 15 grad liegen.

als substrat kann einheitserde verwendet werden. man hält sie gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass. ein oberflächliches antrocknen wird vertragen, völlig austrocknen darf sie jedoch nicht.

gedüngt werden kann ctenanthe pilosa entweder mit flüssig-, oder langzeitdünger (stäbchen), jeweils in der halben konzentration. die flüssige variante kann im früjahr/sommer monatlich und ansonsten alle sechs wochen verabreicht werden.

wie auch die anderen vertreter aus der marantenfamilie klappt die ctenanthe ihre blätter über nacht hoch. dies geschieht ebenfalls als reaktion auf direkte besonnung oder bei wassermangel.

braune blattspitzen können ein zeichen für eine zu geringe luftfeuchtigkeit sein. abhilfe schafft tägliches besprühen oder ein verdunstungsbehälter in der nähe des topfs.

vermehrung

ctenanthe pilosa kann durch teilung, z. b. beim umtopfen vermehrt werden.

"sukkulenten mix" umtopfen

die in bau- und gartencentern unter der bezeichnung "sukkulenten mix" angebotenen pflanzen sind oft in ein sehr torfhaltiges substrat gepflanzt. dies dient der schnellen aufzucht bis zur verkaufsreife, eignet sich aber nicht immer für eine dauerhafte kultur.

vor dem umtopfen sollte man sich erkundigen, welches substrat die betreffende art benötigt. pauschal lässt sich sagen, das echeveria-, gasteria-, haworthia-, crassula-, cotyledon-, pachyphytum- oder sedum-arten auch mit einem etwas humushaltigeren substrat zurechtkommen. sie können in der regel in handelsübliche kakteenerde gepflanzt werden. es gibt hier jedoch auch ausnahmen. die vertreter aus der familie der mittagsblumengwächse (z. b. lithops, frithia, pleiospilos, glottyphyllum) oder aasblumen (stapelia, huernia, orbea u. a.) mögen es hingegen etwas mineralischer.

die sanfte methode

wer seine sukkulenten (hier: aloe) möglichst wenig stressen will, entfernt lediglich was sich leicht mit den fingern lösen lässt und gibt sie samt der resterde in das neue substrat. anschließend wird angegossen und wie gewohnt kultiviert.

die "brutale" methode

sukkulenten (hier: crassula crassula mesembryanthemopsis) die ein in der mehrheit mineralisches substrat benötigen, sollte man von der alten erde befreien. hierzu stellt man den topfballen für ca. 30 bis 60 minuten in handwarmes wasser, bis er sich mit flüssigkeit vollgesogen hat.

nun lässt sich die erde unter fliessendem wasser und einer sanften massage weitestgehend von den wurzeln lösen. um nicht allzuviel wurzelwerk zu beschädigen, belasse ich immer einen kleinen rest an der pflanze.

getopft wird nun in trockenes substrat, denn im wasserbad konnte sich die sukkulente mit ausreichend feuchtigkeit vollsaugen. nach einer woche kann dann wie gewohnt gewässert werden.

bei beiden methoden gilt, dass die gabe von dünger während der ersten sechs bis acht wochen nach dem umtopfen nicht erforderlich ist.

pflanzenbestimmung sukkulenten mix -->

sedum rubrotinctum (fetthenne), blattstecklinge

die fetthenne (sedum rubrotinctum) kann durch samen, trieb- und blattstecklinge vermehrt werden.

die vermehrung durch blattstecklinge

hierzu wird die entsprechende anzahl blätter von der mutterpflanze entfernt, sie lassen sich leicht abdrehen. die stecklinge dürfen nun für einen tag antrocknen und wandern anschließend ca. einen halben zentimeter tief ins anzuchtsubstrat. manchmal bewurzeln sie aber auch, wenn sie nur aufliegen. es eignet sich handelsübliche kakteenerde.

der standort für die aufzucht der jungen fetthennen darf hell und sonnig, bei zimmertemperatur sein. das substrat hält man feucht, aber nicht nass und es sollte zwischendurch immer mal wieder austrocknen. das gegossen werden muss erkennt man, wenn die sedumstecklinge leicht schrumpelig aussehen. das schadet jedoch nicht, denn mit dem nächsten gießen saugen sie sich wieder mit wasser voll.

bis sich die ersten triebe zeigen, vergehen ca. vier bis sechs wochen.