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zimmerpflanzen pflege

die pflege von zimmerpflanzen ist keine hexerei. wichtig ist nur, die bedürfnisse der jeweiligen art zu kennen, sodass man auf sie eingehen kann. denn die "zimmerpflanze" gibt es nicht. so unterschiedlich wie das erscheinungsbild der pflanzen, sind auch ihre bedürfnisse hinsichtlich wasser, licht, temperatur, und, und ...

... fast so wie bei uns menschenkindern.

die neuen zimmerpflanzen

senecio

die gattung senecio zählt zur familie der korbblütler (asteraceae) und beinhaltet mehr als tausend arten, die weltweit verbreitet sind. einige, wie z. b. die als affenpalme bekannte senecio kleinia, werden mittlerweile der gattung kleinia (k. neriifolia) zugeordnet.

als zimmerpflanze sind die sukkulenten arten sehr beliebt. sie sind im handel manchmal unter der bezeichnung senecio "himalaya" oder s. "kilimanjaro" zu finden. ob es sich hierbei um eigene sorten (zuchtformen) handelt, oder es lediglich ein handelsname für eine bestimmte art ist, konnte ich nicht in erfahrung bringen.

die bekannteste vertreterin der gattung dürfte das silberblatt (senecio cineraria*) sein. diese nicht sukkulente art wird häufig zur bepflanzung von beeten und gräbern verwendet.

senecio-himalaya
senecio barbertonicus "himalaya"

senecio cephalophorus
senecio cephalophorus

senecio cineraria
senecio cineraria

senecio crassicaulis
senecio crassicaulis

senecio haworthii
senecio haworthii

senecio rowleyanus
senecio rowleyanus

senecio serpens
senecio serpens

* update 10/2011: s. cineraria zählt mittlerweile zur gattung jacobaea, ist aber zumeist noch unter ihrem alten namen im handel zu finden.

crassula

die gattung crassula zählt zur familie der dickblattgewächse (crassulaceae) und beinhaltet ca. 200 arten. zusätzlich existieren noch viele kulturhybriden (züchtungen). am häufigsten als zimmerpflanze verwendung finden die sukkulenten arten aus dem südlichen afrika. die gattung beinhaltet aber auch sumpfpflanzen, wie z. b. die in australien/neuseeland beheimatete c. helmsii (nadelkraut).

einige (wenige) arten sind frostresistent und eignen sich zum einsatz im steingarten.

dank züchterischer bearbeitung sind auch formen mit weiss-gelb gemusterten blättern zu erhalten.

crassula arborescens
crassula arborescens

crassula ausensis
crassula ausensis ssp. titanopsis

crassula baby necklace
crassula "baby necklace"

crassula falcata
crassula falcata

crassula mesembryanthemopsis
crassula mesembryanthemopsis

crassula morgans beauty
crassula "morgan's beauty"

crassula muscosa
crassula muscosa

crassula orbicularis
crassula orbicularis

crassula ovata
crassula ovata

crassula pyramidalis
crassula pyramidalis

crassula springtime
crassula "springtime"

mittagsblume (delosperma lehmannii)

die gattung delosperma zählt zur familie der mittagsblumengewächse (aizoaceae). ihre mitglieder sind im deutschen als mittagsblumen oder stauden-mittagsblumen bekannt. einige delosperma-arten sind winterhart und eignen sich zur kultur im steingarten.

delosperma lehmannii stammt aus südafrika. auch ihr wird eine leichte frostverträglichkeit nachgesagt, dies habe ich aber noch nicht getestet.

mittagsblume (delosperma lehmannii) pflege

delosperma lehmannii mag es ganzjährig sonnig und hell. ein zu dunkler standort kann zu vergeiltem wuchs, also lange stiele mit wenigen blättern führen. übersommern kann sie im garten oder auf dem balkon. damit das regenwasser schnell abläuft und keine staunässe entsteht, darf der topf dann aber nicht in einem untersetzer platziert sein.

das substrat sollte gut wasserdurchlässig sein und mineralische anteile enthalten. es kann handelsübliche kakteenerde verwendet werden, der man noch etwas kies beimischen kann. ich verwende eine mixtur aus blumenerde, sand und bimskies im verhältnis 2:1:1.

vom frühjahr bis in den herbst kann durchdringend gegossen werden. delosperma lehmannii erhält dann soviel wasser, bis die erde nichts mehr aufnimmt. im untersetzer/übertopf verbleibende reste müssen nach einigen minuten entfernt werden, denn staunässe kann zu wurzelfäule führen.

zum düngen eignen sich halbkonzentrierter grünpflanzen- oder kakteendünger, die von april bis september monatlich verabreicht werden können. neu gekaufte oder kürzlich umgetopfte pflanzen benötigen die ersten sechs bis acht wochen keine düngung.

überwintert wird am besten kühl, bei temperaturen +/- 10 grad. dann hält man delosperma lehmannii so gut wie trocken, giesst nur schlückchenweise und düngt nicht.

vermehrung

delosperma lehmannii lässt sich durch stecklinge und samen vermehren.

crassula muscosa (syn. lycopodioides)

ursprünglich beheimatet ist crassula muscosa (syn. lycopodioides) in südafrika und namibia. die aparte sukkulente ist auch mit gelb panaschierten blättern zu erhalten. im deutschen wird sie manchmal als rattenschwanz- oder schnürsenkel-crassula bezeichnet.

crassula muscosa

crassula muscosa (syn. lycopodioides) pflege

crassula muscosa bevorzugt einen ganzjährig möglichst hellen und sonnigen standort. ist er zu dunkel platziert, kann dies zu vergeiltem wuchs, also lange dünne stängel mit nur wenigen blättern führen. übersommert werden kann im garten. beginnen die temperaturen dauerhaft unter 10 grad zu liegen, ist es an der zeit ihn wieder ins haus zu nehmen.

das substrat sollte gut durchlässig sein und mineralische anteile (sand, kies) enthalten, wie es z. b. in handelsüblicher kakteenerde zu finden ist. ich verwende eine mischung aus blumenerde, sand und bimskies im verhältnis 2:1:1.

gegossen werden kann vom frühjahr bis in den herbst durchdringend. crassula muscosa erhält dann soviel wasser, bis die erde nichts mehr aufnimmt. im untersetzer/übertopf verbleibende reste müssen nach einigen minuten entfernt werden, denn staunässe kann zu wurzelfäule führen. vor dem nächsten gießen darf das substrat dann austrocknen.

zum düngen eignet sich kakteen- oder grünpflanzendünger, jeweils in der halben konzentration, der von april bis september monatlich verabreicht werden kann. neu gekaufte oder frisch umgetopfte pflanzen benötigen die ersten sechs bis acht wochen keine düngergabe.

crassula muscosa überwintern

aufgrund des geringeren lichtangebots während der kalten jahreszeit, kann ein warmer winterstandort zu vergeiltem wuchs führen. aus diesem grund werden jetzt die wassergaben reduziert, nur schlückchenweise gegossen und nicht gedüngt.

crassula muscosa kann aber auch kühl, so zwischen 10 und 15 grad überwintert werden. dann hält man ihn, angepasst an die temperatur, entsprechend trockener und düngt nicht. ein kühler winterstandort fördert die blütenbildung.

vermehrung

crassula muscosa kann durch stecklinge oder im fachhandel erhältliche samen vermehrt werden.

korbmarante (calathea "beautystar")

calathea "beautystar" ist eine sorte, die erst seit 2006 auf dem markt ist. über die elternteile konnte ich nichts in erfahrung bringen, aber für mich sieht es so aus, als wäre calathea ornata beteiligt.

calathea "beautystar" pflege

der ideale standort für calathea "beautystar" ist hell, aber ohne direkte mittagsbesonnung. ein halbschattiges plätzchen wird auch noch vertragen. ist sie zu dunkel platziert, kann sich dies negativ auf ihre blattzeichnung auswirken.

zur kultur eignet sich handelsübliche zimmerpflanzenerde. diese hält man konstant feucht, aber nicht tropfnass. das oberflächliche antrocknen wird toleriert, völlig austrocknen darf sie aber nicht. rollt calathea "beautystar" ihre blätter seitlich ein, kann dies ein hinweis auf wassermangel sein. nasse füsse können wurzelfäule verursachen.

gedüngt werden kann mit langzeit- (stäbchen) oder flüssigdünger, jeweils in der halben konzentration. der flüssigdünger darf von april bis september monatlich und im herbst/winter alle sechs bis acht wochen verabreicht werden. frisch gekaufte oder umgetopfte pflanzen benötigen die ersten sechs bis acht wochen keine düngung.

calathea "beautystar" kommt mit zimmertemperatur ganzjährig gut zurecht und sollte während des winters nicht für längere zeit unter 15 grad platziert sein.

ist die luftfeuchtigkeit zu niedrig, kann das zu vertrockneten blattspitzen führen.

vermehrung

calathea "beautystar" kann durch teilung, z. b. beim umtopfen vermehrt werden.

zwergpfeffer (peperomia meridana)

die vertreter der gattung peperomia erfreuen sich als zimmerpflanzen grosser beliebtheit. enstprechend viele arten und zuchtformen sind im handel zu finden. umgangssprachlich werden sie als zwergpfeffer oder pfeffergewächse bezeichnet. peperomia meridana stammt aus venezuela und ist auch mit gelb panaschierten (gemusterten) blättern zu erhalten.

zwergpfeffer (peperomia meridana) pflege

der ideale standort für peperomia meridana ist hell, aber ohne direkte mittagssonne. die grüne form kommt auch mit einem halbschattigen plätzchen gut zurecht, bei der panaschierten kann ein zu dunkler standort jedoch zum ausbilden von rein grünen blättern führen.

als substrat eignet sich handelsübliche blumenerde, welche man gleichmäßig feucht, aber nicht nass hält. staunässe kann wurzelfäule verursachen. das oberflächliche antrocknen zwischen den wassergaben wird vertragen, ganz austrocknen darf die erde aber nicht.

gedüngt werden kann mit flüssig- oder langzeitdünger (stäbchen), jeweils in der halben konzentration. der flüssige darf von april bis september monatlich und im herbst/winter alle sechs bis acht wochen verabreicht werden.

peperomia meridana mag es ganzjährig warm, bei temperaturen zwischen 20 und 25 grad. das winterminimum beträgt 15 grad.

eine hohe luftfeuchtigkeit ist von vorteil, diese kann man durch morgendliches besprühen oder das aufstellen von verdunstungsbehältern erzeugen.

vermehrung

peperomia meridana kann durch stecklinge vermehrt werden.

korbmarante (calathea zebrina)

die korbmarante (calathea zebrina) stammt ursprünglich aus brasilien. wie auch die anderen mitglieder der gattung, bringt sie ihre blätter während der nacht in eine art schlafstellung.

calathea zebrina

calathea zebrina pflege

am besten gedeiht calathea zebrina an einem hellen standort, ohne direkte mittagssonne. etwas morgen-, abend- oder wintersonne werden vertragen. sie kommt aber auch mit einem halbschattigen platz gut zurecht.

gepflanzt werden kann in einheitserde, diese hält man ganzjährig gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass. staunässe kann zum verfaulen der wurzeln führen. das oberflächliche antrocknen wird vertragen, völlig austrocknen darf das substrat jedoch nicht.

zum düngen eignen sich stäbchen oder flüssigdünger, jeweils in der halben konzentration. der flüssige kann von april bis september monatlich und sonst alle sechs bis acht wochen gegeben werden. frisch umgetopfte oder neu gekaufte pflanzen benötigen die ersten sechs bis acht wochen keine düngergabe.

umgetopft werden muss, wenn die wurzeln den topfballen gut durchdrungen haben.

calathea zebrina kommt mit zimmertemperatur ganzjährig gut zurecht und sollte während des winters nicht für längere zeit unter 15 grad platziert sein.

als tropenbewohnerin mag sie es luftfeucht und sollte nicht unbedingt in heizungsnähe stehen. vertrocknete blattspitzen/-ränder können ein hinweis auf eine zu geringe luftfeuchtigkeit sein.

vermehrung

die korbmarante (calathea zebrina) kann durch teilung vermehrt werden.

kolbenfaden (aglaonema crispum)

die gattung aglaonema zählt zur familie der aronstabgewächse (araceae) und beinhaltet ca. 40 arten. einige davon sind beliebte zimmerpflanzen, da sie keine besoners hohen pflegansprüche stellen. im deutschen sind sie unter dem namen kolbenfaden bekannt. von aglaonema crispum sind einige sorten, mit unterschiedlichen blattzeichnungen zu erhalten.

aglaonema crispum

kolbenfaden (aglaonema crispum) pflege

der kobenfaden (aglaonema crispum) kommt mit einem hellen (ohne mittagssonne) bis halbschattigen standort gut zurecht. sind die gezeichneten blattformen zu dunkel platziert, dann kann sich dies negativ auf ihre blattfärbung auswirken.

zur kultur eignet sich handelsübliche blumenerde. man hält sie gleichmäßig feucht, aber nicht nass. das oberflächliche antrocknen zwischen den wassergaben wird vertragen, völlig austrocknen darf sie aber nicht. staunässe kann zu wurzelfäule führen.

gedüngt werden kann mit langzeit- (stäbchen) oder flüssigdünger, jeweils in der halben konzentration. die flüssige variante darf von april bis september monatlich und sonst alle sechs bis acht wochen verabreicht werden.

aglaonema crispum mag es das ganze jahr über gleichmäßig warm und sollte während des winters nicht für längere zeit unter 15 grad platziert sein.

um die blätter vom staub zu befreien kann entweder regelmäßig gesprüht werden, oder der kolbenfaden wird kurz abgeduscht.

vermehrung

aglaonema crispum lässt sich durch stecklinge oder teilen, z. b. beim umtopfen vermehren.

haworthie (haworthia cymbiformis)

haworthia cymbiformis hat ein sehr variables erscheinungsbild, es existieren formen mit spitzen aber auch stumpfen blättern in verschiedenen grössen. die aus südafrika stammende sukkulente ist auch weiss gemustert (variegata) zu erhalten.

haworthia cymbiformis

haworthie (haworthia cymbiformis) pflege

  1. standort: sonnig, hell, halbschatten
  2. gießen: durchdringend frühjahr bis herbst, so gut wie trocken im winter
  3. dünger: halb konzentriert, kakteen-/grünpflanzendünger (april-september)
  4. temperatur: zimmertemperatur im sommer, 5-10 grad im winter
  5. substrat: kakteenerde
  6. vermehrung: blattstecklinge, tochterpflanzen

haworthia cymbiformis gedeiht am besten an einem sonnigen und hellen standort. die grünen formen kommen auch mit einem halbschattigen plätzchen zurecht. zu wenig licht kann bei den weiss gemusterten sorten zum verlust der blattzeichnung führen.

wird im garten übersommert, dann darf der topf nicht in einem untersetzer oder übertopf platziert sein, damit das regenwasser gut ablaufen kann. wenn die temperaturen beginnen dauerhaft unter fünf grad zu liegen, nimmt man sie wieder ins haus.

das substrat sollte gut wasserdurchlässig sein und mineralische anteile in form von sand und kies enthalten. es kann handelsübliche kakteenerde zum einsatz kommen.

gegossen werden kann durchdringend, d. h. haworthia cymbiformis enthält soviel wasser, bis die erde nichts mehr aufnimmt. im untersetzer verbleibende reste werden nach einigen minuten entfernt, denn staunässe kann zu wurzelfäule führen. vor dem nächsten gießen darf das substrat dann austrocknen.

während der ganz heissen tage im juli/august hält man die haworthie etwas trockener und giesst nur schlückchenweise.

zum düngen eignen sich grünpflanzen- oder kakteendünger, jeweils in der halben konzentration. verabreicht werden kann er von april bis september einmal im monat. neu gekaufte oder frisch umgetopfte pflanzen benötigen die ersten sechs bis acht wochen keine düngergabe.

überwintert werden kann haworthia cymbiformis bei zimmertemperatur oder kühl, so zwischen fünf und zehn grad. dann hält man sie beinahe trocken, giesst nur schlückchenweise und düngt nicht.

vermehrung

haworthia cymbiformis kann durch im fachhandel erhältliche samen oder das abnehmen von tochterrosetten vermehrt werden.

tillandsie (tillandsia flabellata)

ursprünglich beheimatet ist die tillandsie (tillandsia flabellata) in mexiko, guatemala, el salvador und honduras, wo sie in höhenlagen zwischen 1000 bis 1250 m vorkommt. es existiert auch eine rotblättrige form (var. viridifolia).

tillandsie (tillandsia flabellata) pflege

tillandsia flabellata gedeiht am besten an einem hellen standort, ohne direkte mittagssonne. etwas morgen- und/oder abendsonne sowie ein halbschattiges plätzchen werden aber auch vertragen.

zur kultur eignet sich blumenerde, besser ist es jedoch, wenn man ihr etwas orchideensubstrat beimischt.

gegossen werden kann durchdringend, bis sich das substrat mit flüssigkeit vollgesogen hat. was im untersetzer/übertopf verbleibt, wird nach einigen minuten entfernt. vor der nächsten wassergabe darf die erde dann so gut wie austrocknen.

zur nährstoffverorgung eignet sich halb konzentrierter grünpflanzen- oder orchideendünger. dieser kann von april bis september monatlich und ansonsten alle sechs bis acht wochen verabreicht werden.

mit zimmertemperatur ganzjährig kommt tillandsia flabellata gut zurecht, diese sollte während des winters nicht für längere zeit unter 15 grad liegen.

verblühtes kann abgeschnitten werden, wenn es vertrocknet ist. einige zeit nach der blüte bildet die tillandsie tochterpflanzen aus, an diesen erscheinen dann die nächsten blüten.

vermehrung

tillandsia flabellata kann durch tochterpflanzen (kindel) vermehrt werden. vorgehen kann man, wie bei guzmania beschrieben.