bei den im handel als amaryllis erhältlichen pflanzen handelt es sich zumeist um kulturformen (cultivars) von vertretern aus der gattung hippeastrum. den namen amaryllis tragen sie, da sie früher der gleichnamigen gattung zugeordnet waren. sie zählen zur familie der amaryllisgewächse (amaryllidaceae) und stammen aus südamerika. zu erhalten sind sie in vielen blütenfarben und -formen, auch mehrfarbig und gefüllt.
amaryllen sind von oktober bis märz, entweder als zwiebel oder als pflanze im handel erhältlich. weiterer name: ritterstern.
weitere infos zur amaryllis (hippeastrum) und zu verwandten arten gibt es auf amaryllis.ws
amaryllis pflege
die amaryllis bevorzugt einen ganzjährig möglichst sonnigen und hellen standort, sie verträgt nach gewöhnung auch die direkte mittagssonne. übersommert werden kann im garten oder auf dem balkon. um blattverbrennungen zu vermeiden, sollte man die pflanzen dann aber erst langsam an die direkte und nun nicht mehr durch ein fenster gefilterte sonne gewöhnen. wenn die temperaturen beginnen, dauerhaft unter zehn grad abzufallen, kommen sie wieder ins haus.
als substrat kann einheitserde oder handelsübliche kakteenerde verwendet werden. um fäulnis vorzubeugen, lässt man die zwiebel am besten zu ca. der hälfte oder zwei dritteln aus der erde ragen.
gegossen werden können die hippeastrum-hybriden während der blüte- und wachstumszeit durchdringend. sie erhalten dann soviel wasser, bis das substrat nichts mehr aufnimmt. in den untersetzer/übertopf ablaufende reste werden nach einigen minuten entfernt, denn staunässe kann zu fäulnis führen. vor der nächsten wassergabe darf die erde dann gut an-, aber nicht völlig austrocknen.
zum düngen eignen sich flüssig- oder langzeitdünger (stäbchen), jeweils in der halben konzentration. gedüngt wird nur, wenn sich die amaryllis im wachstum oder in der blüte befindet. die flüssige variante kann dann monatlich verabreicht werden. neu gekaufte oder frisch umgetopfte pflanzen benötigen die ersten sechs bis acht wochen keine düngergabe.
nach der blüte
der blütenstängel kann abgeschnitten werden, wenn er vertrocknet ist. die blätter werden an der pflanze belassen.
die amaryllis zum blühen anregen
um die amaryllis auch im nächsten jahr zur blüte zu bringen, gibt es verschiedene vorgehensweisen:
die sichere methode
ab september werden die wassergaben langsam bis auf null reduziert, es wird nicht mehr gedüngt. sind die blätter vertrocknet, dann können sie entfernt werden. jetzt beginnt die sechs- bis achtwöchige ruhephase der amaryllis-zwiebel. während dieser zeit hält man sie völlig trocken, sie kann dunkel platziert werden, bei temperaturen zwischen 10 und 15 grad.
nach dieser ruheperiode wird dann umgetopft. jetzt erhält die amaryllis wieder einen warmen und hellen standort. bis sich die ersten blütenansätze zeigen, sollte sparsam bis nicht gegossen werden, denn sonst kann es passieren, dass sie nur blätter ausbildet. bei mir hat sich folgende methode bewährt: nach dem eintopfen wird einmal kräftig gewässert, das nächste mal gegossen wird, sobald sich die erste blütenknospe zeigt.
die sanfte methode
ab oktober/november wandert die amaryllis an ein etwas kühleres plätzchen, bei temperaturen so um die 15 grad. jetzt hält man sie relativ trocken, giesst nur schlückchenweise und düngt nicht. sie erhält nun gerade noch soviel wasser, dass die blätter nicht beginnen zu erschlaffen oder zu vertrocknen.
nach ca. acht bis zwölf wochen kommt sie dann zurück an ihren angestammten platz. jetzt wird sie einmal kräftig gewässert und gedüngt. anschliessend kann gegossen werden, wie unter pflege beschrieben.
die amaryllis vermehren
am einfachsten lässt sich die amaryllis durch tochterzwiebeln vermehren. man kann sie aber auch mit sich selbst bestäuben, dann bildet sie nach der blüte fruchtknoten aus. beginnen diese zu vertrocknen, kann man die samen aussäen.