der geldbaum (crassula ovata), auch pfennigbaum genannt, ist ein zimmerpflanzen-klassiker. er kann im fortgeschrittenen alter eine beachtliche grösse erreichen, was das umtopfen dann etwas schwierig macht, da seine äste sehr leicht brechen. beheimatet ist er in afrika und u. a. mit dem sicheldickblatt (crassula falcata) verwandt.
ältere exemplare können blüten ausbilden, diese sind klein und weiss bis hellrosa. es sind auch zuchtfomen mit weiss- oder gelb-grün gemusterten blättern zu erhalten.

geldbaum (crassula ovata) pflege
- standort: sonnig
- gießen: durchdringend im sommer, eher trocken im winter
- dünger: monatlich von april bis mai halb konzentrierter grünpflanzen-/kakteendünger
- temperatur: zimmertemperatur ganzjährig, 5-10 grad im winter
- substrat: kakteenerde, mineralisch
- vermehrung: blatt-/triebstecklinge, samen
der geldbaum mag einen ganzjährig möglichst sonnigen und hellen standort. übersommern kann er im garten oder auf dem balkon. dann muss man ihn aber erst langsam an die direkte sonne gewöhnen, denn sonst können blattverbrennungen entstehen. damit das regenwasser gut ablaufen kann und sich nicht anstaut, darf er nicht in einem untersetzer/übertopf platziert sein. wenn die temperaturen beginnen, sich dauerhaft so um die fünf grad zu bewegen, gibt man ihn zurück ins haus.
das substrat sollte gut wasserdurchlässig sein, es eignet sich handelsübliche kakteenerde. die kann man mit etwas tongranulat auflockern. der geldbaum wächst zwar auch in normaler blumenerde, hier muss man jedoch etwas vorsichtiger sein beim gießen, da sie mehr und länger wasser speichert.
vom frühjahr bis in den herbst kann durchdringend gegossen werden. crassula ovata erhält dann soviel wasser, bis die erde nichts mehr aufnimmt. was im untersetzer verbleibt wird nach einigen minuten entfernt, denn staunässe kann zu wurzelfäule und somit zum absterben der pflanze führen. vor der nächsten wassergabe darf die erde dann völlig austrocknen.
zum düngen eignen sich kakteen-/grünpflanzendünger oder stäbchen, jeweils in der halben konzentration. ich dünge nur von april bis einschliesslich september. neu gekaufte oder kürzlich umgetopfte pflanzen benötigen die ersten acht wochen keine düngergabe.
der geldbaum kann kühl überwintert werden, so zwischen 5 und 10 grad. je kälter er platziert ist, desto trockener hält man ihn. das wasser wird jetzt nur schlückchenweise verabreicht, gedüngt werden muss nicht. bei diesen temperaturen stellt er sein wachstum ein. ein kühler winterstandort kann sich positiv auf die blütenbildung auswirken.
wird bei zimmertemperatur überwintert, dann sollte man den geldbaum so hell wie möglich platzieren. aufgrund der kürzeren tage steht weniger licht zur verfügung. dies kann zu vergeiltem wuchs führen, also lange dünne ästchen, die später umknicken können. man hält ihn etwas trockener, düngt nicht und gießt nur schlückchenweise.

geldbaum steckling
vermehrung
der geldbaum lässt sich sehr einfach durch trieb- und blattstecklinge vermehren. diese lässt man für ein bis zwei tage antrocknen und gibt sie dann direkt in die erde. das anzuchtsubstrat muss nun gleichmässig feucht, aber nicht nass gehalten werden.

crassula ovata “variegata”
der geldbaum verliert blätter
wenn der geldbaum blätter verliert, dann kann das verschiedene ursachen haben, wie z. b. dauerhaft zu feuchtes substrat oder befall mit schädlingen. manchmal werden die dem licht abgewandten blätter abgeworfen. oft passiert das während des winters. abhilfe schafft dann ein standortwechsel oder kunstlicht, wie z. b. eine energiesparbirne.
der geldbaum wird weich
die häufigste ursache für das weichwerden der triebe ist zu feuchtes substrat. vor allem wenn kühl überwintert wird, können bei zu gut gemeintem gießen die wurzeln sehr schnell beginnen zu faulen. sind alle pflanzenteile weich, dann gibt es keine rettung mehr. ansonsten kann es hilfreich sein, wenn man crassula ovata umtopft und die fauligen wurzeln sowie die weichen teile entfernt.
schädlinge
wenn der gelbaum beginnt, eine klebrige flüssigkeit abzusondern, dann liegt zumeist ein befall mit schädlingen vor. sehr beliebt ist er bei schild- und schmierläusen (wöllläuse). die befallen besonders gerne geschwächte und sich “nicht wohlfühlende” pflanzen und können ein hinweis sein, dass es etwas in sachen pflege zu optimieren gilt.
die bekämpfung kann sich vor allem bei grösseren exemplaren sehr langwierig gestalten. mit einem kontaktgift bekommt man die viecher nicht weg, denn sie sind durch einen panzer geschützt.
im fachhandel sind pflanzenstäbchen zu erhalten. diese werden in die erde gesteckt, die pflanze nimmt den wirkstoff mit dem gießwasser auf. diese stäbchen sind in der regel mit dünger kombiniert, das sollte man während der behandlung und einige zeit danach dann einstellen.
sind die läuse abgestorben, kann man sie mit einem wattestächen oder tuch entfernen.

schildläuse

schmierlaus/wolllaus