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zimmerpflanzen pflege

die pflege von zimmerpflanzen ist keine hexerei. wichtig ist nur, die bedürfnisse der jeweiligen art zu kennen, sodass man auf sie eingehen kann. denn die "zimmerpflanze" gibt es nicht. so unterschiedlich wie das erscheinungsbild der pflanzen, sind auch ihre bedürfnisse hinsichtlich wasser, licht, temperatur, und, und ...

... fast so wie bei uns menschenkindern.

die neuen zimmerpflanzen

ans kreuz mit dem kraut?!?

dank der medien"hysterie" der vergangenen tage wissen wir nun, dass einige kreuzkrautarten sich gerne im allseits beliebten rucola oder auf viehweiden niederlassen. diese tatsache ansich wäre noch keine meldung wert, würde der verzehr dieses (un)krauts nicht mensch und tier ordentlich auf die leber schlagen. besonders negativ aufgefallen sind hier das gemeine (senecio vulgaris) und das jakobs-kreuzkraut (s. jacobaea).

gemeines kreuzkraut senecio vulgaris
gemeines kreuzkraut (senecio vulgaris). diese pflanze habe ich letztes jahr in unserem garten entdeckt, sie ist mir aufgrund der gelben blattmusterung aufgefallen, die man ja auch von vielen zimmerpflanzen kennt.

über die gefährlichkeit und wirkung des kreuzkrauts, möchte ich mich hier aber nicht auslassen. dazu gab es in den vergangenen tagen mehr als genug zu lesen. wie so oft jedoch, liegen gut und böse nah beieinander. so hat die gattung senecio mehr zu bieten, als ein paar "giftspritzen". man sollte sie also nicht in sippenhaft nehmen.

ich z. b. teile schon seit geraumer zeit mein quartier mit einigen der oben abgebildeten arten. ob die giftig sind, oder nicht, entzieht sich meiner kenntnis. ist mir aber auch egal, da sie nicht auf meinem speiseplan stehen. und augenkrebs verursachen sie auch nicht.

sollte mal ein rückschnitt anstehen, dann trage ich handeschuhe, um nicht mit dem pflanzsaft in berührung zu kommen. so handhabe ich das mit allen meinen pflanzen, da z. b. die euphorbien inhaltsstofftechnisch ja auch nicht ohne sind.

rucolasalat gab es bei mir übrigens erst gestern - in form von selbst gezogenen keimsprossen ...

gesneriengewächse (gesneriaceae)

zur familie der gesneriengewächse (gesneriaceae) zählen ca. 150 gattungen mit mehr als 3000 arten. am bekanntesten dürfte wohl das usambaraveilchen (saintpaulia) sein. es werden aber auch noch andere mitglieder dieser familie als zimmerpflanzen kultiviert, wie z. b. die gloxinie (sinningia) oder die drehfrucht (streptocarpus).

einige arten bilden eine knolle aus, um z. b. trockenperioden zu überstehen. andere wachsen epiphytisch, also auf bäumen sitzend.

gesneriengewächse sind hauptsächlich in den tropischen und subtropischen regionen in amerika, asien oder australien zu finden. es sind aber auch ein paar arten in europa heimisch.

nachfolgend eine auflistung meiner "gesnerien", sortiert nach ihren lateinischen namen.

achimenes pulcherrima schiefteller
achimenes (schiefteller)

schamblume (aeschynanthus speciosus)
aeschynanthus speciosus (schamblume)

alsobia dianthiflora
alsobia dianthiflora

chirita sinensis hisako
chirita sinensis

schattenroehre episcia
episcia (schattenröhre)


nematanthus gregarius (kussmäulchen)

usambaraveilchen
saintpaulia ionantha (usambaraveilchen)

drehfrucht streptocarpus
streptocarpus (drehfrucht)

streptocarpus saxorum
streptocarpus saxorum

streptocarpus vandeleurii
streptocarpus vandeleurii

gloxinie-sinningia
sinningia (gloxinie)

sinningia cardinalis
sinningia cardinalis (ca. eine woche alte sämlinge)

x codonanthus tambourine
x codonanthus "tambourine"

chirita sinensis

die gattung chirita zählt zur familie der gesneriengewächse (gesneriaceae) und beinhaltet mehr als 100 arten. die wohl am häufigsten als zimmerpflanze kultivierte vertreterin, dürfte chirita sinensis und die darauf basierenden zuchtformen sein. sie ist in vielen blütenfarben und blattzeichnungen zu erhalten. einen deutschen namen konnte ich nicht in erfahrung bringen.

wem diese pflanze unbekannterweise doch bekannt vorkommt: sie ist mit dem usambaraveilchen verwandt.

chirita sinensis hisako

chirita sinensis pflege

chirita sinensis eignet sich für helle bis halbschattige standorte. etwas morgen- oder abendsonne werden vertragen, die direkte sommermittagssonne sollte man ihr jedoch nicht zumuten. bei mir ist sie am nordfenster platziert.

als substrat verwende ich kakteenerde aus dem baumarkt. es kann aber auch normale blumenerde zum einsatz kommen.

gegossen wird getreu dem motto "gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass". staunässe kann zum verfaulen der wurzeln führen. das oberflächliche antrocknen wird vertragen, ganz austrocknen sollte die erde aber nicht.

gedüngt werden kann mit stäbchen oder grün-/blühpflanzendünger, jeweils in der halben konzentration. ich verabreiche die flüssige variante, von april bis september einmal im monat. neu gekaufte oder frisch umgetopfte pflanzen benötigen die ersten sechs bis acht wochen keine düngergabe.

chirita sinensis kann das ganze jahr über bei zimmertemperatur kultiviert werden, verträgt aber auch eine kühle überwinterung, so zwischen 10 und 15 grad. dann hält man sie, angepasst an die temperatur, entsprechend trockener und düngt nicht. das substrat sollte aber auch jetzt nicht ganz austrocknen. ein etwas kühlerer winterstandort kann sich positiv auf die blütenbildung im frühjahr auswirken.

chirita sinensis vermehren

die vermehrung kann durch blattstecklinge erfolgen. vorgehen kann man dabei, wie beim usambaraveilchen beschrieben.

papyrus (cyperus papyrus)

die gattung cyperus zählt zur familie der sauergrasgewächse (cyperaceae) und beinhaltet mehrere hundert arten. einige davon sind auch bei uns heimisch. die papyruspflanze (cyperus papyrus) stammt ursprünglich aus afrika und kann über zwei meter hoch werden. die als zimmerpflanzen verwendeten formen bleiben in der regel aber kleiner.

cyperus-papyrus

papyrus (cyperus papyrus) pflege

die papyruspflanze gedeiht am besten an einem ganzjährig hellen und sonnigen standort. übersommert werden kann im garten oder auf dem balkon. wenn die temperaturen beginnen, dauerhaft unter 15 grad zu liegen, dann kommt sie zurück ins haus.

als substrat eignet sich handelsübliche blumenerde. dieser kann man auch etwas sand beimischen.

in ihrem natürlichen lebensraum wächst cyperus papyrus z. b. an flussufern, sie mag es also sumpfig und luftfeucht. um diese bedingungen nachzubilden, platziert man die pflanze am besten in einem grossen untersetzer/übertopf. dieser sollte die meiste zeit mit ein bis zwei zentimetern wasser gefüllt sein. wenn die erde gelegentlich mal an der oberfläche antrocknet, schadet das nicht, das völlige austrocknen des topfballens sollte man jedoch vermeiden.

gedüngt werden kann mit stäbchen oder flüssigdünger, jeweils in der halben konzentration. ich verabreiche die flüssige variante, von april bis september einmal im monat.

die papyruspflanze darf das ganze jahr über bei zimmertemperatur kultiviert werden. auf die trockene heizungsluft während des winters kann sie mit dem vertrocknen von blättern reagieren. um dem vorzubeugen, sollte man weitere massnahmen zur erhöhung der luftfeuchtigkeit ergreifen.

vermehrung

cyperus papyrus kann durch stecklinge, teilung des wurzelstocks oder im fachhandel erhältliche samen vermehrt werden. am einfachsten geht es, wenn man einen der stängel abschneidet und ihn mit dem "püschel" nach unten in ein mit wasser gefülltes glas stellt.

wachsblume (hoya bella)

ob hoya bella als eigenständige art, oder lediglich als unterart (ssp.) von h. lanceolata eingestuft wird, darüber scheinen sich die botaniker noch nicht einig zu sein. die im deutschen als wachsblume bekannte zimmerpflanze stammt ursprünglich aus burma, indien und thailand. von ihrer verwandten h. carnosa lässt sie sich anhand der form ihrer blätter unterscheiden. sie ist mit grünen, gelb-grün oder grün-weiss gemusterten blättern zu erhalten.

wachsblume hoya bella

wachsblume (hoya bella) pflege

die wachsblume (hoya bella) gedeiht sehr gut an einem hellen standort, ohne direkte mittagssonne. etwas morgen-, abend und die wintersonne werden vertragen. sie kommt aber auch mit einem halbschattigen plätzchen zurecht. die formen mit den gemusterten blättern dürfen nicht zu dunkel platziert sein, damit sie ihre blattfärbung ausbilden können.

das substrat sollte locker und gut wasserdurchlässig sein. ich verwende eine mischung aus orchideensubstrat und blumenerde. es kann aber auch kakteenerde, ein blumenerde-seramis-gemisch oder blumenerde pur zum einsatz kommen.

vom frühjahr bis in den sommer kann man druchdringend gießen. hoya bella erhält dann soviel wasser, bis die erde nichts mehr aufnimmt. in den untersetzer ablaufende reste werden nach einigen minuten entfernt, denn staunässe kann wurzelfäule verursachen. bis zur nächsten wassergabe darf die erde dann gut an-, aber nicht völlig austrocknen. ob die pflanze gegossen werden muss, kann man am gewicht des topfs erkennen, je trockner die erde ist, desto leichter ist der topf.

gedüngt wird bei mir mit halbkonzentriertem orchideendünger. diesen verabreiche ich von april bis september einmal im monat. es können aber auch grünpflanzendünger oder stäbchen zum einsatz kommen. neu gekaufte oder frisch umgetopfte pflanzen benötigen die ersten sechs bis acht wochen keine düngergabe.

hoya bella kann das ganze jahr über bei zimmertemperatur kultiviert werden und sollte während des winters nicht für längere zeit unter 15 grad platziert sein. ein etwas kühlerer winterstandort kann sich positiv auf die blütenbildung auswirken. während dieser zeit hält man sie etwas trockener, giesst nur schlückchenweise und düngt nicht.

wird eine blühende pflanze erworben, dann kann sie, bedingt durch die veränderten umweltbedingungen, ihre blüten und knospen abwerfen. meist wachsen dann nach einigen wochen neue nach.

wachsblume (hoya bella) vermehrung

hoya bella kann durch stecklinge vermehrt werden. diese kann man entweder im wasserglas vorziehen, oder direkt einpflanzen.

versteckblüte (cryptanthus bivittatus)

von der versteckblüte (cryptanthus bivittatus) existieren verschiedene formen, sie ist mit quer und längs gestreiften blättern und in vielen farben zu erhalten. ursprünglich beheimatet ist dieses bromeliengewächs in brasilien.

cryptanthus bivittatus

versteckblüte (cryptanthus bivittatus) pflege

die versteckblüte (cryptanthus bivittatus) gedeiht am besten an einem ganzjährig hellen standort, gerne mit etwas morgen- oder abendsonne. ein halbschattiges plätzchen wird aber auch vertragen. die gemusterten formen dürfen nicht zu dunkel platziert sein, denn das kann sich negativ auf ihre blattfärbung auswirken.

gepflanzt werden kann in handelsübliche blumen- oder kakteenerde. ich verwende eine mischung aus feinem orchideensubstrat und blumenerde. diese halte ich gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass. das kurzzeitige austrocknen wird vertragen. staunässe kann zum verfaulen der wurzeln führen. zusätzlich wird cryptanthus bivittatus morgens besprüht.

zum düngen verwende ich halbkonzentrierten orchideendünger, den ich von april bis september alles sechs bis acht wochen verabreiche. es kann aber auch handelsüblicher grünpflanzendünger zum einsatz kommen. neu gekaufte oder frisch umgetopfte pflanzen benötigen die ersten acht wochen keine düngergabe.

die versteckblüte kann das ganze jahr über bei zimmertemperatur kultiviert werden und sollte während des winters nicht für längere zeit unter 15 grad platziert sein.

versteckblüte (cryptanthus bivittatus) vermehren

die verstecklbüte lässt sich durch tochterpflanzen (kindel) vermehren. diese kann man abtrennen und einpflanzen, sobald sie genügend eigene blätter ausgebildet haben.

fiederaralie (polyscias scutellaria)

die gattung polyscias zählt zur familie der araliengewächse (araliaceae) und beinhaltet mehr als 100 arten. den namen fiederaralie tragen diese pflanzen, da einige (aber nicht alle) vertreter der gattung gefiederte blätter haben. polyscias scutellaria ist auch noch unter der bezeichnung polyscias "fabian" im handel zu finden. sie ist mit rein grünen, oder grün-weiss gemusterten blättern zu erhalten und stammt aus malaysia.

fiederaralie polyscias fabian

fiederaralie (polyscias scutellaria) pflege

die fiederaralie (polyscias scutellaria) gedeiht am besten an einem hellen standort, ohne direkte mittagssonne. etwas morgen-, abend- und die wintersonne werden vertragen. sie kommt aber auch mit einem halbschattigen plätzchen noch zurecht.

sie kann in handelsübliche blumenerde gepflanzt werden. diese hält man gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass. das antrocknen an der oberfläche ist ok, aber ganz austrocknen sollte der topfballen nicht. staunässe kann zu wurzelfäule führen.

zum düngen eignen sich stäbchen oder flüssigdünger, jeweils in der halben konzentration. die flüssige variante kann von april bis september monatlich und sonst alle sechs bis acht wochen gegeben werden. neu gekaufte oder frisch umgetopfte pflanzen benötigen die ersten sechs bis acht wochen keine düngergabe. wenn man das düngen ab und an mal vergisst, schadet es der pflanze nicht.

die fiederaralie mag es das ganze jahr über warm und sollte im winter nicht für längere zeit unter 17 grad platziert werden.

eine hohe luftfeuchtigkeit ist von vorteil. diese kann man z. b. durch das aufstellen von mit wasser gefüllten schalen erzeugen. wird sie ab und an besprüht, dann befreit das die blätter von staub. alternativ kann man die fiederaralie auch abduschen.

fiederaralie (polyscias scutellaria) vermehrung

die fiederaralie lässt sich durch stecklinge oder im fachhandel erhältliche samen vermehren.

wandelröschen (lantana camara)

die gattung lantana zählt zur familie der eisenkrautgewächse (verbenaceae) und beinhaltet ca. 120 arten. am häufgsten im handel zu finden dürften wohl die zuchtformen, basierend auf lantana camara sein. die im deutschen als wandelröschen bekannte pflanze ist in vielen blütenfarben zu erhalten und stammt aus südamerika.

sie wächst strauchförmig bis hängend und wird auch als hochstämmchen angeboten. die kultiviert man am besten im kübel. für den balkonkasten eignen sich jungpflanzen, die man durch einen regelmäßigen schnitt klein halten kann.

wandelröschen (lantana camara) pflege

das wandelröschen (lantana camara) gedeiht am besten an einem sonnigen standort und sollte erst auf den balkon kommen, wenn nicht mehr mit frost zu rechnen ist. halbschatten wird zwar auch vertragen, dann kann es aber sein, dass die pflanze weniger blüten ausbildet.

als substrat kann handelsübliche blumen- oder balkonpflanzenerde verwendet werden. diese hält man gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass. das oberflächliche antrocknen zwischen den wassergaben wird vertragen, ganz austrocknen sollte die erde aber nicht. da während der ganz heissen sommertage die erde im balkonkasten schnell austrocknen kann, muss u. u. täglich gegossen werden.

zum düngen eignen sich stäbchen oder flüssigdünger, jeweils in der halben konzentration. die flüssige variante kann von april bis september monatlich verabreicht werden. neu gekaufte oder frisch umgetopfte pflanzen benötigen die ersten sechs bis acht wochen keine düngergabe.

wandelröschen (lantana camara) überwintern

wenn die temperaturen beginnen, dauerhaft so um die fünf grad zu liegen, dann kommt das wandelröschen ins haus. überwintern kann man es hell bis halbschattig und kühl, so zwischen 5 und 15 grad. dann wird, angepasst an die temperatur, entsprechend weniger gegossen und nicht gedüngt. ganz austrocknen sollte die erde aber auch jetzt nicht. es kann sein, dass es während des winters alle blätter abwirft.

im frühjahr kann man es zurückschneiden.

vermehren

lantana camara lässt sich durch stecklinge vermehren.

schattenröhre (episcia)

die gattung episcia zählt zur familie der gesneriengewächse und beinhaltet ca. acht arten, die aus zentral- und südamerika stammen. im handel sind jedoch meist zuchtformen zu finden. umgangssprachlich werden sie als schattenröhre oder (seltener) episcie bezeichnet. junge pflanzen wachsen aufrecht, im laufe der zeit bilden sie dann viele ausläufer.

episcien eignen sich sehr gut für die kultur in einer blumenampel. sie sind mit grün-weiss, rötlichen, silbrig-glänzenden blättern und vielen blütenfarben zu erhalten.

schattenroehre episcia

schattenröhre (episcia) pflege

diese pflegeanleitung bezieht sich auf meine erfahrungen mit den eipiscia zuchtformen. die naturformen können andere anforderungen stellen.

der trivialnamen schattenröhre ist etwas irreführend, denn die episcia gedeiht am besten an einem hellen standort, gerne mit etwas morgen- oder abendsonne. ein halbschattiges plätzchen wird zwar auch vertragen, dort kann sie sich aber weniger blühfreudig zeigen. der direkten mittagssonne sollte man sie nicht aussetzen. bei mir ist sie am nordfenster platziert.

als substrat kann handelsübliche blumenerde verwendet werden. die hält man gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass. staunässe kann zu wurzelfäule und somit zum absterben der pflanze führen. das oberflächliche antrocknen zwischen den wassergaben wird vertragen, ganz austrocknen sollte die erde aber nicht.

die episcia kann mit stäbchen oder flüssig gedüngt werden, jeweils in der halben konzentration. ich verabreiche die flüssige variante, von april bis september einmal im monat. neu gekaufte oder kürzlich umgetopfte pflanzen benötigen die ersten sechs bis acht wochen keine düngergabe. es schadet auch nicht, wenn man das düngen ab und an vergisst.

massnahmen zu erhöhung der luftfeuchtigkeit unternehme ich nicht. sind die pflanzen aber während des winters in heizungsnähe platziert, dann kann es hilfreich sein, wenn man einen mit wasser gefüllten behälter in ihrer nähe platziert.

die episcia kann das ganze jahr über bei zimmertemperatur kultiviert werden und sollte während des winters nicht für längere zeit unter 15 grad platziert sein.

schattenröhre (episcia) vermehrung

die schattenröhre lässt sich durch trieb- oder blattstecklinge vermehren.

känguruhfarn (microsorum pustulatum)

der känguruhfarn (microsorum pustulatum) ist eher selten im handel zu finden, dafür hat er einen prominenten verwandten, den javafarn (m. pteropus). der ist eine beliebte aquariumpflanze. der känguruhfarn hingegen wächst epiphytisch, also auf bäumen sitzend. ursprünglich beheimatet ist er in australien und neu seeland.

kaenguruhfarn (microsorum pustulatum)

känguruhfarn (microsorum pustulatum) pflege

der känguruhfarn (microsorum pustulatum) eignet sich für helle bis halbschattige standorte. mit etwas morgen- oder abendsonne kommt er zurecht, der direkten sommermittagssonne sollte man ihn aber nicht aussetzen. bei mir ist er ca. zwei meter hinter dem südfenster platziert.

das substrat sollte gut wasserdurchlässig sein. ich verwende eine mischung aus blumenerde und kokohum (kokosfasern) im verhältnis 1:1. man kann ihn aber auch in orchideensubstrat kultivieren. zur not tut es aber auch handelsübliche blumenerde.

die erde hält man am besten gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass. das oberflächliche antrocknen zwischen den wassergaben wird vertragen, das völlige austrocknen jedoch nicht.

gedüngt wird microsorum pustulatum bei mir nur von april bis september, dann verabreiche ich einmal im monat grünpflanzendünger in der halben konzentration. wenn ich es nicht vergesse, was nicht schädlich ist. neu gekaufte oder frisch umgetopfte pflanzen müssen die ersten sechs bis acht wochen nicht gedüngt werden.

der känguruhfarn kann etwas kühler, so um die 15 grad überwintert werden. dann hält man das substrat, angepasst an die temperatur, entsprechend trockener. es sollte aber auch jetzt nicht völlig austrocknen.

vermehrung

microsorum pustulatum kann durch teilung vermehrt werden. er bildet ausläufer, sog. rhizome, an denen die blätter und wurzeln erscheinen. sind die wurzeln lang genug, dann kann man so ein teilstück abschneiden und einpflanzen.