| zimmerpflanzen tipps |

kakteen-/sukkulentenerde selbst herstellen

pflanzen aus ariden (niederschlagsarmen) gebieten stellen andere ansprüche an das substrat, als z. b. regenwaldbewohner. im handel sind deshalb auch fertige mischungen für diese sukkulenten zu erhalten. sie enthalten in der regel aber einen sehr hohen humusanteil und eher weniger mineralische substanzen, wie z. b. sand oder kies.

kakteenerde
handelsübliche kakteenerde

bedingt durch den hohen humusanteil speichern sie dann auch relativ viel und lange wasser. dies kann für pflanzen, die aufgrund ihrer natürlichen umgebung an extrem lange trockenzeiten gewöhnt sind, zum problem werden. aus diesem grund sollte man die bedürfnisse seiner pfleglinge kennen.

es gibt aber auch viele arten, die mit diesen produkten sehr gut zurechtkommen. wenn dem so ist, habe ich das in der entsprechenden pflegeanleitung vermerkt.

die fertigmischungen eignen sich aber hervorragend als grundlage für eigene mixturen. mit einigen wenigen zusätzen kann man sie sukkulentengerecht aufpeppen und wasserdurchlässig machen.

tongranulat

dank seiner porösen oberfläche vermag tongranulat wasser zu speichern. die im volksmund auch unter der markenbezeichnung "seramis" bekannten steinchen sind in jedem baumarkt zu erhalten. das mischungsverhältnis richtet sich nach den ansprüchen der pflanzen. ich verwende tongranulat übrigens auch in meinen mixturen für erdorchideen, wie z. b. dem frauenschuh.

kies

kies ist in verschiedenen körnungen zu erhalten, entweder im zoofachhandel (aquarium) oder im baumarkt. der etwas gröbere eignet sich sehr gut als drainage für den topfboden. für die kakteen-/sukkulentenerde kann man eine feine bis mittelgrobe körnung verwenden.

bimskies

bimskies ist ein natürliches gestein, welches dank seiner porösen oberfläche wasser speichern kann. im klassischen handel ist bimskies meist nicht zu erhalten, man kann ihn über den kakteen-/sukkulentenfachhandel beziehen. auch hier gibt es verschiedenen körnungen.

die extrem "wasserscheuen" sukkulenten, wie z. b. lebende steine (lithops, conophytum, frithia) kultiviert man am besten in reinem bimskies.

ein kommentar

  • erdbunt | 16. Feb 2011

    Gut geht auch ein Gemisch aus 1:1:1 Volumenteilen Granitgrus (nur schwach lehmig, reagiert sauer), zerstoßener Holzkohle und Humus. Als Drainageschicht Grobsand.