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feigenkaktus (opuntia azurea)

die gattung opuntia beinhaltet knapp 200 arten, von denen einige auch kommerziell genutzt werden, denn ihre früchte, die sog. kaktusfeigen, sind essbar. ihr natürliches verbreitungsgebiet erstreckt sich von nord- bis nach südamerika. opuntia azurea stammt aus mexiko.

im handel ist eine grosse auswahl an frostharten arten und zuchtformen zu finden, die sich für die ganzjährige kultur im garten eignen. opuntien im steingarten -->

feigenkaktus opuntia azurea

feigenkaktus (opuntia azurea) pflege

der feigenkaktus (opuntia azurea) mag einen ganzjährig möglichst sonnigen und hellen standort, während des sommers gerne auch im garten oder auf dem balkon. dort kann er platziert werden, sobald die temperaturen beginnen, dauerhaft über fünf grad zu liegen und kein frost mehr zu erwarten ist. damit das regenwasser gut ablaufen kann, sollte der topf dann aber nicht in einem untersetzer stehen.

als substrat eignet sich handelsübliche kakteenerde. ich verwende eine mischung aus blumenerde, bimskies und sand im verhältnis 2:1:1. die in bau- und supermärkten vertriebenen kakteen sind oft in ein sehr fasriges/torfiges substrat gepflanzt. dies ist auf die dauer nicht geeignet und kann, wenn es erstmal ausgetrocknet war, kaum noch wasser speichern. solche pflanzen sollte man umtopfen.

vom frühjahr bis in den herbst kann der feigenkaktus durchdringend gegossen werden. er erhält dann soviel wasser, bis die erde nichts mehr aufnimmt. im untersetzer/übertopf verbleibende rest müssen nach einigen minuten entfernt werden, denn staunässe auf dauer wird nicht vertragen. vor der nächsten wassergabe lässt man das substrat dann austrocknen. wird bei zimmertemperatur überwintert, dann hält man ihn etwas trockener und giesst nur schlückchenweise.

gedüngt wird opuntia azurea bei mir von april bis september monatlich, mit kakteendünger in der halben konzentration. es kann aber auch grünpflanzendünger verwendet werden. neu gekaufte oder kürzlich umgetopfte pflanzen benötigen die ersten sechs bis acht wochen keinen dünger.

überwintert werden kann kühl, so zwischen 5 und 15 grad. dann wird, angepasst an die temperatur, entsprechend weniger gegossen.

vermehrung

opuntia azurea kann durch samen oder stecklinge vermehrt werden.

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10 kommentare

  • ben | 20. Apr 2009

    Habe eine Opuntie bekommen,der neue Trieb(Auge) ist lang nach oben geschossen. Was habe ich falsch gemacht. Gegossen habe ich wöchentlich einwenig.

    • frau-doktor | 20. Apr 2009

      das klingt nach lichtmangel, opuntien bevorzugen einen sonnigen und hellen standort.

  • Anja | 09. Jun 2010

    Hallo Frau Doktor,
    Ich habe seit 1994 einen Feigenkaktus aus Malta, dessen “Riesenlappen” am Flughafen im Papierkorb lag.
    Habe ihn gerettet, aber mit dem Wissen, dass das keine Pflanze für unsere Gegend ist. Nun wächst der seitdem wie Unkraut, allerdings werden die Blätter nur noch max. 4 cm breit (früher bis zu 18 cm Breite und bis 25 cm Länge). Stehen tut der in einem Südfenster, im Sommer warm und im Winter bei konstant ca. 15 Grad.
    Was kann ich tun, dass die Blätter wieder oval werden?
    Danke

    • frau-doktor | 09. Jun 2010

      diese langen und dünnen kakteenglieder kenne ich eigentlich nur als reaktion auf lichtmangel. hat er die vielleicht während des winters gebildet? ideal wäre es, wenn sie ihm ein sonniges sommerplätzchen im garten anbieten könnten.

      • anja | 22. Jun 2010

        Also bei meiner Opuntie handelt es sich wohl um “ficus indica”. Wie empfohlen, habe ich ihn jetzt an den allersonnigsten Platz gesetzt; einen Garten habe ich leider nicht. Aber trotz aller Vorsicht sind mehrere Glieder abgebrochen. Die enorme Größe und das rasante Wachstum machen es einem nicht einfach. Gibt es eine Möglichkeit die Glieder abzustützen, ohne das wieder alles abbricht? Und kann es in unseren Breiten überhaupt gelingen die Glieder auf Originalgröße zu bringen?
        Sollte man überhaupt düngen? Dann würde er ja noch schneller wachsen, oder gehen dann die “Ohren” in die Breite?
        Vielen Dank für Ihren Rat

        • frau-doktor | 23. Jun 2010

          je mehr sonne/licht ihre opuntie erhält, desto natürlicher wächst sie.

          ob das abstützen sinn macht, ist fraglich, da die schwachen kakteenglieder die oben nachwachsenden nicht tragen können. da müssen sie u. u. zurückschneiden.

          das wachstum können sie verlangsamen, indem sie weniger gießen und das düngen reduzieren. ganz darauf verzichten würde ich aber nicht, ausser sie topfen jedes jahr um. ansonsten einmal im frühjahr und sommer halbkonzentrierten kakteendünger verabreichen.

  • Andreas | 28. Jul 2010

    ICh hab meinen Kaktus dieses Jahr das erste mal seit 2002 umgetopft. Er stammt aus Spanien. NAch dem Umtopfen hat er neun neue Blätter, sowie einen Blütenansatz bekommen. Jetzt mach ich mir ein wenig Sorgen, da die neuen Blätter sich so “wellen”, sprich, sie kippen leicht um. Ist das normal? Der Kaktus steht draussen auf der Terrasse; hat er vielleicht die letzten Tage zu viel Wasser bekommen?
    Vielen Dank für eine Antwort

    • frau-doktor | 28. Jul 2010

      bei einigen meiner opuntien im garten legen sich die ohren nieder, wenn es ordentlich geregnet hat und sie sich mit wasser vollgesogen haben. bei opuntia azurea habe ich das noch nicht beobachtet. wenn sie ihre aus spanien haben, könnte es auch eine o. ficus-indica handeln(?).

      manchmal brauchen junge ohren auch etwas zeit, bis sie so richtig stabil werden.

  • Andreas | 28. Jul 2010

    Ich hab grad mal nach Fotos geschaut; es handelt sich demnach wogl um die ficus-indica. ZUmindest hat sie diese entsprechende Größe.

    KAnn es denn trotzdem normal sein?

    • frau-doktor | 28. Jul 2010

      das kann ich leider nicht sagen, da meiner regengeschützt im garten steht und ich sowas noch nicht beobachten konnte.

  • kommentare



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